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Etappensieg beim Critérium du Dauphiné

Ackermann diesmal ohne Fehl und Tadel

Foto zu dem Text "Ackermann diesmal ohne Fehl und Tadel"
Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) feiert seinen Dauphiné-Etappensieg. | Foto: Cor Vos

05.06.2018  |  (rsn) - Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) hat schnell aus seinem Fehler gelernt. Nachdem er gestern noch auf der Zielgeraden der 1. Etappe zu früh im Wind war und sich mit Rang drei begnügen musste, machte es der Pfälzer 24 Stunden später besser und ließ mit perfektem Timing alle seine Konkurrenten hinter sich. Nach 181 Kilometern von Montbrison nach Belleville en Beaujolais ließ Ackermann im Sprint der diesmal 80 Fahrer starken ersten Gruppe den Norweger Edvald Boasson Hagen (Dimension Data) und den gestrigen Etappengewinner Daryl Impey (Mitchelton-Scott) hinter sich und konnte seinen bereits zweiten Coup in einer WorldTour-Rundfahrt dieser Saison bejubeln.

„Gestern habe ich einen Fehler gemacht, als ich von vorne kam. Heute sagte ich mir, ich komme von hinten und suche mir ein freies Hinterrad. So kam ich mit Vollgas, alles war perfekt. Es ist Wahnsinn, dass ich die Etappe heute gewinnen konnte“, kommentierte der strahlende Ackermann im Sieger-Interview seinen zweiten Coup bei den Profis, nachdem er Ende April die Schlussetappe der Tour de Romandie für sich hatte entscheiden können.

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Dabei ließ er sich wie schon gestern und im Gegensatz zu anderen Sprintern wie Bryan Coquard (Vital Concept) nicht am letzten von fünf kategorisierten Anstiegen abschütteln. Auf der Zielgeraden dann wartete Ackermann den richtigen Moment ab, um aus zentraler Position heraus anzutreten. "Es war heute nicht leicht für die Sprinter. Die Etappe hatte 2500 Höhenmeter. Wir wussten vorher, dass nicht sehr viel Sprinter hier sein werden. Diese Etappe war eines meiner Ziele. Und alles hat heute geklappt. Es war ein harter Kampf. Nach dem letzten Berg waren noch 30 Kilometer zu fahren. Ich war sehr glücklich, dass ich in der Gruppe war und dass das Team mich in die bestmögliche Position bringen konnte.“

Impey geschlagen, aber auch ein Gewinner

Nicht ganz so rund lief es dagegen für Impey. Der Südafrikanische Meister ließ seine Teamkollegen bei der Jagd auf eine Ausreißergruppe zumindest auf den letzten Kilometern viel arbeiten, doch im Sprint war Impey diesmal chancenlos gegen den neun Jahre jüngeren Ackermann. Immerhin konnte er sich mit dem Gelben Trikot des Gesamtführenden trösten, das Michal Kwiatkowski (Sky) nach zwei Tagen abtreten musste. Der Pole war in einem Kreisel innerhalb der letzten drei Kilometer gestürzt, weshalb er zwar zeitgleich mit dem Etappengewinner gewertet wurde. Da Impey allerdings für seinen dritten Platz vier Bonussekunden erhielt, tauschte er mit Kwiatkowski die Positionen und führt nun die Gesamtwertung mit zwei Sekunden Vorsprung auf den Prologgewinner und fünf auf dessen Teamkollegen Gianni Moscon (Sky) an.

"Natürlich hätte ich auch heute sehr gerne wieder gewonnen. Aber die Bonifikation zu holen und damit das Gelbe Trikot, das ist ein toller Bonus für mich. Ich dachte, ich hätte mit Keukeleire ein gutes Hinterrad. Doch er zögerte etwas zu lang“, sagte Impey nach der Etappe. Neben dem Maillot Jaune hat er zudem weiterhin das Grüne Trikot des punktbesten Fahrers in seinem Besitz, auch wenn Ackermann nach Punkten (45) nun mit ihm gleichgezogen hat und neuer Zweiter ist. Für den ist das Maillot Vert allerdings kein Ziel - stattdessen will er sich in den Dienst von Emanuel Buchmann stellen, auf dem die Klassementhoffnungen von Bora-hansgrohe ruhen. "Mein Rennen ist fertig. Nun werde ich für die Mannschaft und die Gesamtwertung arbeiten“, kündigte Ackermann an.

So lief die Etappe

Nikita Stalnov (Astana), Antoine Duchesne (Groupama-FDJ), Pierre-Luc Périchon (Fortuneo-Samsic) und Frederik Backaert (Wanty-Groupe Gobert) lauteten heute die Namen der vier Ausreißer, die sich kurz nach dem Start aus dem Feld davonmachten und die Sprinterteams herausforderten. Auf dem erneut hügeligen Parcours bekam das Quartett rund sieben Minuten Vorsprung zugestanden, ehe die Verfolger die Zügel anzogen.

Périchon nutzte die Gelegenheit, um sich alle Bergwertungen zu sichern, wofür er insgesamt neun Punkte erhielt. Damit zog er zwar mit seinem Landsmann Brice Feillu gleich. Der Fortuneo-Profi behielt dennoch das Bergtrikot, da er sich gestern eine Bergwertung der 2. Kategorie, die bisher höchste bei dieser Dauphiné, sichern konnte.

Nachdem anfangs Sky die Verfolgungsarbeit übernommen hatte, klinkten sich später auch Vital Concept und Bora-hansgrohe und weitere Sprintermannschaften wie Lotto Soudal ein und ließen keinen Zweifel daran, dass auch diesmal das Unterfangen der Fluchtgruppe aussichtslos war. Am längsten wehrte sich Stalnov gegen das Unvermeidliche, doch auch der Kasache wurde noch gestellt, wenn auch erst rund 800 Meter vor dem Ziel. Danach kam es zu einem wilden Sprint, in dem Ackermann sein großes Talent eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Zu diesem Zeitpunkt war Kwiatkowski allerdings nicht mehr im Feld dabei. Bei der Durchfahrt durch einen Kreisel war der 28-Jährige heftig gestürzt. Mit zerfetztem gelbem Trikot und Schürfwunden kam Kwiatkowski mehrere Minuten nach dem Etappengewinner ins Ziel und lieferte schon kurz darauf eine Erklärung für sein Malheur ab.

"Eine Pedalumdrehung zu viel in diesem Kreisel. Ich ging zu Boden, habe Haut verloren, aber ich denke, alles ist ok“, schrieb der Ex-Weltmeister, der im morgigen Teamzeitfahren die Chance hat, sich das Gelbe Trikot zurückzuholen. Das aber will Impey aber nicht kampflos abgeben, auch wenn er sich der Schwere der Aufgabe bewusst ist. "Wir müssen die Schnellsten sein, wenn wir das Trikot behalten wollen. Wir werden unsere Bestes geben, und hoffen, dass es reicht, vorne zu bleiben“, sagte er.

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