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Die Hausberge der Radprofis, Teil 13: Henning Bommel

Der Meisenberg: Schnell hoch und schnell weg

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Der Meisenberg: Schnell hoch und schnell weg"
Henning Bommel (Dauner Akkon) | Foto: Dauner Akkon

08.07.2020  |  (rsn) – Die Hausberge der Radprofis, auch in der topographisch flachen Region Berlin-Brandenburg gibt es sie. Für Henning Bommel (Dauner Akkon) etwa ist es der Meisenberg bei Bad Freienwalde. “Man muss für die Definition von `Berg` schon die Erwartungen etwas dämpfen. Aber was Länge und Höhenmeter angeht, kenne ich keinen vergleichbaren Anstieg in der Gegend“, erklärte der Bahn-Spezialist gegenüber radsport-news.com.

Lässt man die Offroad-Alternativen außen vor, so gibt es genau eine Variante, den Meisenberg anzugehen. Der 4,8 Kilometer lange, fast schnurgerade Anstieg  lässt sich in drei Teile untergliedern. Zu Beginn beträgt die Steigung etwa vier bis fünf Prozent, nach einem Flachstück folgt schließlich das bis zu acht Prozent steile Finale.So kommen insgesamt 135 Höhenmeter zusammen.

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“Der Asphalt wurde kürzlich im unteren Bereich erneuert, in der Stadt ist sogar eine Radspur auf die Fahrbahn gezeichnet“, berichtete Bommel zufrieden. Doch wirklich radlerfreundlich ist der Anstieg nicht. “Die Verkehrslage ist schlecht. Zum einen handelt es sich um die Bundesstraße 158, und zum anderen kommen die Schnäppchenjäger von den polnischen Märkten. Die haben ihre Autos oft so vollgepackt, dass sie uns ganz schlecht sehen können“, meinte der 37-Jährige.

Den Meisenberg, zu DDR-Zeiten im Programm des Klassikers Berlin – Bad Freienwalde – Berlin, fährt Bommel zumeist in der Mitte seines Trainings. “Früher sind wir dort auch richtige Intervalle gefahren, das hießt: mehrmals hoch und runter. Zur Olympia-Vorbereitung 2016 bin ich auch schon mal mit der Bahn hingefahren, um dort dann ausgeruht alles geben zu können“, blickte der etwa 50 Kilometer entfernt in Berlin lebende Bommel zurück.

Tradition zeigt sich übrigens auch neben der Rennstrecke, denn bergauf passiert man die Papengrund-Skisprunganlage. “Der Schanzenrekord auf der großen Mittelschanze liegt bei 71,5 Metern. Damit kommt man nicht drum rum, den Meisenberg auch ein Berg sein zu lassen“, so Bommel mit einem Augenzwinkern.

Wirklich viele Stellen bieten sich nicht für eine Rast an. “Das Motto lautet: schnell hoch und schnell weg. In der Bäckerei von Leuenberg kann man sich nach zehn weiteren Kilometern im Sommer aber gut mit Softeis und im Winter mit Bockwurst und klassischen Backwaren belohnen. Von dort gibt es viele ruhige Wege zurück nach Berlin“, sagte Bommel.

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